Ob mitten in der Nacht ein kritischer Anruf eines Kunden eingeht oder ein komplettes Hochregallager plötzlich stillsteht – für Felix Kremen sind solche Momente Teil seines Alltags. Für Kunden bedeutet ein solcher Moment: Stillstand, Zeitverlust, Produktionsdruck und die Frage, wie schnell verlässlich Hilfe kommt. Seit über zehn Jahren sorgt er dafür, dass bei Dürrs Softwarelösung DXQ alles läuft, was laufen muss. Als IT-Support Spezialist ist er ein technischer Allrounder: jemand, der tief in komplexe Systeme eintaucht, Strukturen versteht, Fehler entlarvt und Lösungen findet, wo andere nur Datenrauschen sehen.
Es ist kurz nach acht Uhr, als Felix Kremen seinen Laptop aufklappt. Ein frischer Kaffee steht griffbereit, während der Computer hochfährt. „Die ersten Minuten sind immer gleich“, sagt er. „E-Mails checken, Teams öffnen und schauen, wo heute die größte Dringlichkeit liegt.“
Mit Erfahrung und technischem Know-how geht Felix Kremen komplexen Fehlerursachen auf den Grund.
From Commissioning Engineer to DXQ Expert
Felix kennt die digitale Dürr-Welt schon lange. Bereits 2012 war er als externer Inbetriebnehmer im Einsatz und arbeitete mit dem Vorgängerprodukt EcoEMOS. Seit 2018 ist er fest im Team und hat den Übergang zur heutigen Softwarelösung DXQ aktiv miterlebt. Seine Arbeit beginnt oft dort, wo andere nicht mehr weiterwissen. Heute ist er eine der zentralen Anlaufstellen für alles, was im Support dringend, kritisch oder unklar ist. Sein Aufgabenfeld umfasst sowohl kleinere technische Rückfragen als auch komplexe Fälle, die unmittelbare Auswirkungen auf die Produktion haben können. Für Kunden heißt das jede Entscheidung im Support den Unterschied zwischen wenigen Minuten Störung und einem längeren Produktionsausfall ausmachen kann.
Doch damit ist sein Aufgabenbereich noch lange nicht ausgeschöpft. Er unterstützt laufende Systemprojekte, übernimmt Migrationen eigenständig und begleitet den Vertrieb als technischer Berater in Kundengesprächen. Zusätzlich kümmert er sich um die Administration der DXQcontrol und übernimmt die Rufbereitschaft – auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten – für produktionskritische Vorfälle.
Die Suche nach der Ursache beginnt für Felix Kremen oft mit einer detaillierten Analyse am Bildschirm.
Wenn Support zum Detektivspiel wird
Um 09:30 Uhr wechselt Felix in das tägliche Teammeeting. Kameras gehen an, Kollegen wählen sich ein. Ein kurzer Austausch über laufende Fälle, ein paar organisatorische Punkte, bevor er sich wieder den offenen technischen Aufgaben widmet. Eine feste Routine? Die endet genau an dieser Stelle. Denn sein Job ist vor allem eines: reaktiv. Die Anfragen, die Felix erreichen, sind sehr unterschiedlich. In den vergangenen Wochen bedeutete das für Felix, sich immer wieder in komplexe Systemlandschaften einzuarbeiten.
Von anspruchsvollen Installationen über Stillstände in automatisierten Lagersystemen bis hin zu schwer nachvollziehbaren Abweichungen im Materialfluss. In all diesen Situationen zeigt sich, wie tief DXQcontrol im Werk verankert ist. Das System sieht nicht nur einzelne Signale, sondern kennt die Zusammenhänge zwischen Prozessen, Komponenten und Abläufen. Wenn etwas aus dem Takt gerät, meldet sich genau dieses digitale Nervensystem und macht damit klar: Jetzt braucht es jemanden, der die Anlage versteht und die Sprache der Software lesen kann. Gerade bei kritischen Fällen steigt die Anspannung in den Gesprächen spürbar. „Und genauso merkt man, wenn sie langsam wieder abfällt“, sagt Felix. „Wenn man gemeinsam eine Lösung findet und am Ende sogar wieder gelacht wird – das ist immer ein sehr befreiender Moment.“ Genau diese Augenblicke sind für ihn Highlights im Job. Wenn ein produktionskritisches Problem gelöst ist und die Zufriedenheit auf Kundenseite spürbar zurückkehrt. Was Felix an seiner Arbeit besonders reizt, ist die Mischung aus Technik, Analyse und Teamarbeit. „Manchmal fühlt sich ein komplexes Projekt wirklich wie Detektivarbeit an“, sagt er. „Man folgt Spuren, schließt Möglichkeiten aus und wenn man den Knoten löst, ist das sehr belohnend.“
Oft führt erst die gemeinsame Diskussion zum entscheidenden Lösungsansatz.
Ein Ticket, das in Erinnerung bleibt
Manche Anfragen bleiben besonders im Gedächtnis. Eine davon erreichte Felix ausgerechnet während der Weihnachtsfeier. Mitten im Feiern kam ein Anruf wegen massiver Störungen in einem produktionskritischen System. Schnell war klar: Das wird kein kurzer Einsatz. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen wurden dazugeholt, die Analyse zog sich über Stunden, das Ticket musste über mehrere Ebenen hinweg weiterbearbeitet werden.
Am Ende ließ sich die Ursache nicht eindeutig klären. Statt einer finalen Lösung blieb nur der Wechsel auf ein redundantes System, um die Produktion abzusichern. „Das gehört zu den wenigen kritischen Fälle, die wir weder vollständig lösen noch erklären konnten“, sagt Felix. Gerade deshalb ist er ihm bis heute in Erinnerung geblieben.
Solche Situationen sind besonders herausfordernd – vor allem, wenn sie mitten in der Nacht auftreten. Supportanrufe außerhalb der regulären Arbeitszeiten sind immer kritisch, sonst würden sie nicht eingehen. „Dann muss man von einer Minute auf die andere voll da sein und komplexe Zusammenhänge erfassen“, sagt Felix. Gleichzeitig gilt es abzuwägen, ob sich ein Problem allein lösen lässt oder ob weitere Kolleginnen und Kollegen hinzugezogen werden müssen – auch wenn das bedeutet, sie aus dem Schlaf zu reißen.
Gemeinsam auf Spurensuche: Viele Supportfälle gleichen echter Detektivarbeit.
Wissen, das man nicht nachschlagen kann
Felix’ Expertise ist das Ergebnis vieler Jahre praktischer Erfahrung. In der Inbetriebnahme wurde er von erfahrenen Projektleitern begleitet, die ihm sowohl technische Themen als auch das analytische Arbeiten nähergebracht haben. Hinzu kommt seine eigene Neugier. Bei längeren Projekteinsätzen hat er jede Datei, jede Tabelle und jeden Prozess hinterfragt, um die Systeme vollständig zu verstehen. Über die Jahre entstand so ein tiefes Verständnis für Abläufe, Zusammenhänge und typische Fehlerquellen.
Kleinere Fehlerbilder kann Felix meist sofort einordnen. Typische Ursachen erkennt er schnell und weiß, an welcher Stelle er zuerst ansetzen muss. Bei komplexeren Fällen arbeitet er eng mit seinem Team zusammen. Jeder hat andere Stärken, andere Module, die er besonders gut kennt und im Zusammenspiel findet sich meistens ein Lösungsansatz.
Wenn sich ein Problem als Softwarefehler herausstellt, dokumentiert er es sauber und gibt es an die Entwicklung weiter. Viele Aufgaben erledigt Felix eigenständig, dennoch ist er fast den ganzen Tag im Austausch mit Kunden und Kollegen. Genau diese Zusammenarbeit macht für ihn einen großen Teil des Erfolgs aus.
Ein Anruf genügt: Felix Kremen unterstützt Kunden bei kritischen DXQ-Störungen.
Ein Alltag ohne Muster und trotzdem mit Rhythmus
Auch wenn kein Tag dem anderen gleicht, haben sich kleine Rituale eingeschlichen. Das kurze Frühstück vom Bäcker vor dem Daily gehört dazu. Mittagspause? Die fällt bei ihm meist weg, die Dynamik des Supports lässt selten Raum dafür. Felix arbeitet überwiegend remote. Für ihn zählt nicht der Ort, sondern die Lösung. Ob im Homeoffice, im Büro oder in der Rufbereitschaft – entscheidend ist, dass Kunden schnell Unterstützung bekommen. Gerade im Support zeigt sich für ihn täglich, wie gut Remote-Arbeit funktioniert. Nach Feierabend findet Felix seinen Ruhepol in der Musik. Ob Bass, Klavier oder Gitarre: Hier entsteht ein anderer Rhythmus, fern von Datenbanken und Fehlermeldungen. Die Kombination aus Kreativität und technischer Präzision bietet ihm einen idealen Ausgleich zu den fordernden Momenten im Support. Und genau diese Verbindung aus technischem Verständnis und Erfahrung ist es auch, die im Alltag den Unterschied macht – im Zusammenspiel mit DXQ sorgt sie dafür, dass Anlagen zuverlässig laufen.
Project Manager Wet Process Systems Service (m/f/d)
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As of 2025, Dürr Systems AG employs approximately 6,700 people.
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3 Fragen an
Alexander Handfest
Senior Manager R&D Robot / Machine Technology
What trends are currently shaping robot technology?
Humanoid robots—but I see them being adopted first in the private sector rather than on a large scale in industry. In addition, there will be a significant increase in robot programs generated automatically using AI.
What is so special about EcoRP4?
It has an asymmetrical design and is available in a mirrored version. This improves accessibility and prevents collisions. Reducing the number of drive trains increases precision and efficiency.
What makes you personally proud of your work?
Actively shaping technological progress, working together as a team to find solutions, and motivating colleagues to find the best solution together.
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