Software & Steuerung

Vom Code zur Leistung

Wie KI die Softwareentwicklung bei Dürr verändert

 

Bei jedem technologischen Wandel gibt es einen Moment, in dem aus Experimenten etwas Größeres wird. Bei Dürr findet dieser Moment gerade statt. Nicht in der Theorie, nicht in Strategiepapieren – sondern in echten Räumen, mit echten Teams, die echte Lösungen entwickeln. In Bietigheim-Bissingen, Deutschland haben Entwickler beim KI-Hackathon ihren Alltag kurz beiseitegelegt und mal etwas Neues gewagt. Das Ziel war einfach: herauszufinden, wie künstliche Intelligenz (KI) die Softwareentwicklung beschleunigen kann. Das Ergebnis war etwas Grundlegenderes – ein Umdenken.

 

Geschwindigkeit wird zum neuen Standard

Traditionell ist die Softwareentwicklung um Planung, Abstimmung und Architektur herum strukturiert. Und das aus gutem Grund – insbesondere in einem industriellen Umfeld, in dem Zuverlässigkeit zählt. Doch KI verändert die Spielregeln.

„Letztendlich wollen wir aussagekräftige Ergebnisse erzielen und zeigen, dass wir mit KI-Software sehr schnell und sehr effizient entwickeln können“, sagt Jens Häcker, Vice President, Digital Factory. Während des Hackathons wurde dieses Bestreben sichtbar. Die Teams gelangten innerhalb weniger Stunden von der Idee zum funktionierenden Prototyp. Die Planung wurde auf ein Minimum reduziert. Stattdessen lag der Fokus darauf, schnell zu entwickeln, zu testen und zu lernen. Für viele Teilnehmer war diese Geschwindigkeit die wichtigste Erkenntnis.

„Mein Highlight war zu sehen, wie schnell wir Fortschritte erzielen können. Innerhalb kürzester Zeit konnten wir einen Prototyp entwickeln, den wir mit Überzeugung präsentieren können.“ – erklärt Dr. Jannis Hanke, DXQ Analytics and AI.

 

Lernen durch Praxis – mit echter Wirkung

Beim Hackathon ging es jedoch nicht nur um Geschwindigkeit um der Geschwindigkeit willen. Es ging darum, zu verstehen, was KI in der Praxis tatsächlich leisten kann und wo ihre Grenzen liegen. Was passiert, wenn KI anfängt, Code zu schreiben? Wie zuverlässig ist sie? Wo bleibt menschliches Fachwissen unverzichtbar? „Die Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass das, was die KI produziert, in einer Produktionsumgebung auch wirklich einsetzbar ist“, sagt Dr. Jannis Hanke. „Selbst wenn der Code oberflächlich betrachtet funktioniert, muss er sorgfältig geprüft, getestet und validiert werden.“ Genau diese praktische Erfahrung sollte der Hackathon vermitteln. „Wir wollten den Teilnehmern die Möglichkeit geben, die Tools direkt zu erleben“, erklärt Jens Häcker. „Sie auszuprobieren, zu sehen, was funktioniert, und zu verstehen, wie wir daraus in sehr kurzer Zeit echten unternehmerischen Nutzen schaffen können.“

 

Eine andere Art zu arbeiten

Beim Gang durch die Hackathon-Räume wurde eines sofort deutlich: Die Atmosphäre war anders. Weniger strukturiert, dafür aber energiegeladener. Weniger vorhersehbar, dafür aber kooperativer. Die Teams waren bewusst gemischt. Erfahrene Entwickler arbeiteten Seite an Seite mit Kollegen, die KI-Tools zum ersten Mal einsetzten. Ideen waren nicht vorgegeben, sondern entstanden aus echten Herausforderungen im Arbeitsalltag. „Die allgemeine Atmosphäre war großartig“, sagt Dr. Lorenz Halt, AI & Robotics Lead. „Es herrschte viel Begeisterung, und die Teilnehmer waren wirklich neugierig darauf, die neuen Tools zu erkunden und voneinander zu lernen.“ Diese Offenheit war entscheidend. Sie senkte die Einstiegshürde und machte den Hackathon zu einer gemeinsamen Lernerfahrung. Für viele war es zudem ein Einblick in die Zukunft der Softwareentwicklung.

Der Hackathon ist ein großer Schritt in Richtung der Einbindung von KI in unseren Geschäftsalltag. Es geht darum, die ersten Schritte zu machen und zu verstehen, wie diese Tools uns bei unserer täglichen Arbeit unterstützen können.“, erwähnt Dr. Lorenz Halt.

 

Was das für die Kunden bedeutet

Der Hackathon fand zwar intern statt, seine Auswirkungen sind jedoch eindeutig extern. Denn was sich hier verändert – Geschwindigkeit, Iteration, Experimentierfreudigkeit – wirkt sich direkt auf das Kundenerlebnis aus. „Was unsere Kunden erwarten, sind Geschwindigkeit und praxisnahe Lösungen“, sagt Jens Häcker. „Wenn wir Prototypen schnell entwickeln und frühzeitig konkrete Ergebnisse vorweisen können, kommen wir viel schneller zu endgültigen Lösungen.“ Das bedeutet kürzere Entwicklungszyklen. Frühere Validierung. Und letztendlich Software, die näher an den realen Anforderungen ist. Oder anders ausgedrückt: weniger Zeit zwischen Idee und Wirkung