Die EcoBell4 setzt neue Maßstäbe in der Lackapplikation – effizienter, nachhaltiger und präziser. In Beta-Sites wird deutlich, wie leistungsstark die Technologie im täglichen Lackierbetrieb arbeitet.
Die Ansprüche an moderne Lackierprozesse steigen ständig: mehr Farben, verschiedene Modellversionen, kürzere Taktzeiten und das möglichst sparsam und nachhaltig. Genau an dieser Stelle beweist Dürrs EcoBell4-Generation, was heute technisch möglich ist. In verschiedenen Use Cases zeigen wir eindrucksvoll, wie diese Anforderungen erfüllt werden können. Die Technologie ist darauf ausgelegt, Lackmaterial präzise, ressourcenschonend und zuverlässig aufzutragen und gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit deutlich zu erhöhen.
Neue Applikationstechnologie wird vor der Serienproduktion in sogenannten Beta-Sites unter echten Produktionsbedingungen bei ausgewählten Kunden getestet. Eine Beta-Site ist dabei kein Laborversuch, sondern eine reale Lackierlinie. Dort muss die Technik im Alltag beweisen, dass sie stabil läuft, die gewünschte Qualität bringt und sich reibungslos in den Prozess integrieren lässt. An mehreren Standorten wurde die EcoBell4 für unterschiedliche Anwendungsbereiche getestet.
Bis zu 370 Karosserien ohne Unterbrechungen: EcoBell4 optimiert den Primerauftrag mit hoher Effizienz und Zuverlässigkeit.
Case 1: Effizienter Primerauftrag
In Fall 1 wurde die EcoBell4 Pro E 2x1K und EcoBell4 Pro Ci 2x1K für den Auftrag von Primer eingesetzt. Der Applikator übernimmt den inneren und äußeren Primerauftrag und lackiert bis zu 370 Karosserien pro Schicht ohne Qualitätsverlust. Auch die Reinigungsintervalle konnten verlängert werden. Beim Primerauftrag auf der Außenhaut der Karosserie kann der Applikator mehrere Stunden durchgehend arbeiten, bevor eine manuelle Reinigung des Applikators notwendig ist. Das reduziert Unterbrechungen im Produktionsablauf. Das System wird durch einen integrierten Schwingungssensor unterstützt. Dieser überwacht die Drehbewegungen des Glockentellers. So können bereits kleinste Unwuchten früh erkannt werden, bevor sie zu Störungen führen.
Durch diese frühzeitige Diagnose lassen sich Schäden an Turbine des Zerstäubers zuverlässig vermeiden und ungeplante Anlagenstillstände wirksam verhindern. Die integrierte RFID Technologie (Radio Frequency Identification), ist ein Funkverfahren, bei dem ein Lesegerät einen kleinen Transponder mit Antenne, einen sogenannten Tag, kontaktlos erkennt. Der Tag kann dabei gespeicherte Informationen übertragen, die das System automatisch ausliest und kontinuierlich aktualisiert. Die Technologie sorgt außerdem dafür, dass Wartungsabläufe einfacher und transparenter werden. Diese Kombination aus längeren Laufzeiten, konstanter Qualität und intelligenter Überwachung zeigt sehr deutlich, wie dieEcoBell4 Pro die Anlagenverfügbarkeit steigert und den gesamten Lackierprozess effizienter macht.
Mit EcoBell4 Basis und Pro steht für jede Lackieranwendung der passende Hochrotationszerstäuber bereit.
EcoBell4 reduziert VOC-Emissionen erheblich und verkürzt Farbwechselzeiten auf nur 15 Sekunden für mehr Nachhaltigkeit.
Case 2: Sauber, schnell und mit höchster VOC-Reduktion
Im nächsten Fall zeigt sich eine Neuerung, die für hochwertige Oberflächen entscheidend ist. Die EcoBell4 Pro 2x2K in Rückführung arbeitet hier mit zwei voneinander unabhängigen 2K-System. Bei herkömmlichen Spülvorgängen gelangen Restlack und Lösemittel in die Kabine und setzen dort flüchtige organische Verbindungen (VOC) frei. Häufig sind mehr als 70 % der Kabinenluft damit angereichert. Die Innovation verhindert, dass der gemischte 2K‑Lack nach vorne aus dem Zerstäuber gespült wird. Stattdessen wird er direkt über den Zerstäuber zu einer Sammelrückführleitung geführt. Somit wird der VOC-Eintrag in die Kabine, während dem Farbwechsel, nahezu eliminiert. Auffangsysteme wie Trichter, Tropfenabscheider und Purge Boxen werden somit nicht mehr benötigt. Bis zu zwei Hauptnadeln dosieren die beiden Lackbestandteile. Eine Membranventiltechnik ermöglicht die direkte Mischung der Lacke im Zerstäuber und trägt dadurch zu verkürzten Farbwechselzeiten bei. Spül- und Andrückvorgänge im zweiten Kanal erfolgen parallel zur Lackapplikation über den ersten Kanal, oder zur Außenreinigung des Zerstäubers. Auf diese Weise verkürzt sich der 2K-Farbwechsel inklusive Reinigung auf nur 15 Sekunden. Dadurch steht mehr Zeit für den eigentlichen Lackauftrag zur Verfügung, was die Linienleistung erhöht. RFID‑Technologie und ein Schwingungssensor stellen dabei einen durchgehend stabilen Betrieb sicher.
Die EcoBell4 wechselt nahtlos zwischen 1K und 2K – ohne Abstriche bei der Qualität.
Case 3: Flexibel zwischen 1K und 2K
Eine weitere Beta-Site zeigt die Basisversion der EcoBell4 als CapEx-orientierte Lösung, bei der Kunden durch eine einmalige Investition in den Applikator eine langlebige und wirtschaftliche Lackierlösung für den 1K Basecoat und 2K Clearcoat Bereich erhalten. Dabei wird eine hohe Lackierqualität bei geringem Kapitaleinsatz erzielt. In beiden Verfahren laufen die Prozesse stabil und die Linie erreicht dabei problemlos Tagesleistungen von bis zu 600 Karosserien. Auch hier sorgt eine RFID-basierte Wartungslösung für einen effizienten Ablauf, während der Schwingungssensor im Hintergrund die Turbine überwacht.
Vier Nadeln, schneller Farbwechsel, weniger Verbrauch – so steigert EcoBell4 die Effizienz.
Case 4: Vier Hauptnadeln für mehr Tempo
In einer weiteren Beta-Site arbeitet die EcoBell4 Pro mit vier Hauptnadeln. Drei davon besitzen jeweils einen eigenen direkten Farbanschluss für die High-Runner Farben. Die vierte Hauptnadel ist mit einem vorgeschalteten Farbwechsler kombiniert. Damit stehen mehrere Farben sofort am Zerstäuber bereit. Die vier Hauptnadeln ermöglichen einen deutlich schnelleren Farbwechsel, da die High-Runner-Leitungen nicht entleert oder gespült werden müssen. Dadurch sinken Lack- und Spülmittelverluste auf ein Minimum. Im Zweischichtbetrieb erreicht die Anlage damit rund 340 Karosserien pro Tag. Durch die präzise Trennung und das schnelle Umschalten der Nadeln werden sowohl Farbverbrauch als auch die VOC‑Emissionen deutlich reduziert. Gleichzeitig stellen RFID und Schwingungssensor einen durchgehend stabilen Betrieb sicher. Die Lösung erzielt damit die höchstmögliche Ressourcenausnutzung und unterstützt eine umweltfreundlichere Produktion.
EcoBell2 wraps wine bottles in pure elegance. Less color. More effectiveness. For a first impression that lasts.
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